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Kreidefarbe verdünnen – wann es sinnvoll ist und wie es geht

Unsere Lignocolor Kreidefarbe wird in der Regel unverdünnt verwendet, um ein deckendes und sattes Farbergebnis zu erzielen. In bestimmten Fällen und für spezielle Techniken kann es jedoch sinnvoll sein, die Kreidefarbe mit Wasser zu verdünnen. Dadurch wird die Farbe flüssiger und transparenter – was ganz neue gestalterische Möglichkeiten eröffnet.

Hier erfährst du, wann und warum man Kreidefarbe verdünnt, anwenden kann, wie das richtige Mischverhältnis aussieht und welche Techniken du damit umsetzen kannst.

Wann sollte man Kreidefarbe verdünnen?

Das Verdünnen von Kreidefarbe ist kein Muss, aber in einigen Fällen durchaus sinnvoll oder sogar gewünscht. Hier ein Überblick, wann das Verdünnen eine gute Option ist:

Für die „Wash-Technik“ oder Lasureffekte
Bei dieser Technik wird die verdünnte Farbe wie eine Lasur aufgetragen. Die Holzmaserung oder der Untergrund bleibt dabei leicht sichtbar. Perfekt für Vintage-, Scandi- oder Shabby Chic-Looks, bei denen eine gewisse Transparenz gewünscht ist. 

Um einen weicheren Farbauftrag zu erzielen
Verdünnte Farbe lässt sich sanfter und gleichmäßiger auftragen – ideal für sehr großflächige Möbel, bei denen du eine besonders feine Optik ohne Pinselstruktur erzielen möchtest. 

Beim Arbeiten mit der Sprühpistole
Wenn du Kreidefarbe mit einer Farbsprühpistole verarbeiten möchtest, muss die Farbe entsprechend verdünnt werden, damit sie sich gleichmäßig und fein zerstäuben lässt. Hierbei ist das richtige Verhältnis besonders wichtig (siehe unten).

Für kreative Effekte oder transparente Schichtungen
Mit verdünnter Kreidefarbe kannst du Farbverläufe, Patina-Effekte oder Lasurschichten gestalten. Gerade im künstlerischen Bereich ist das eine beliebte Methode.

Wie wird Kreidefarbe richtig verdünnt?

Das Verdünnen ist ganz einfach – wenn du ein paar Dinge beachtest:
  • Gib die benötigte Menge Kreidefarbe in ein separates Gefäß (z. B. eine Malerschale oder ein Marmeladenglas).
  • Füge nach und nach sauberes Wasser hinzu und rühre gut um, bis die gewünschte Konsistenz erreicht ist.
  • Starte mit kleinen Wassermengen (z. B. 5–10 % des Farbvolumens) und erhöhe bei Bedarf. Bei der Wash-Technik darf die Farbe ruhig stärker verdünnt werden.
Wichtig: Verdünne niemals die ganze Farbmenge direkt im Originalgebinde. So behältst du immer noch eine unverdünnte Reserve und kannst besser mit verschiedenen Mischverhältnissen experimentieren.

Woran erkenne ich die richtige Konsistenz?

Das hängt stark von deinem Projekt ab:
  • Für die Sprühpistole sollte die Farbe etwa die Konsistenz von flüssiger Sahne haben – also deutlich dünnflüssiger als im Originalzustand.
  • Für die Wash-Technik darf die Farbe sehr wässrig sein – so ähnlich wie ein Wasserfarbenton.
  • Wenn du einfach nur etwas sanfter streichen möchtest, reichen oft schon wenige Prozent Wasserzugabe.

✅ Fazit: Verdünnte Kreidefarbe – vielseitig einsetzbar

Auch wenn Kreidefarbe in den meisten Fällen unverdünnt verwendet wird, bietet das Verdünnen großartige Möglichkeiten für kreative Projekte, sanfte Farbaufträge und spezielle Effekte. Egal ob Wash-Look, Sprühauftrag oder transparente Lasur: Mit ein wenig Wasser und Gefühl entsteht ein völlig neuer Look – ganz individuell auf dein Projekt abgestimmt.